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10.03.2010
5 Gründe der Schufa

Warum die Banken sich an der Schufa orientieren

5 Gründe

 

Die Schufa ist eine Datenbank, die unterschiedliche Daten speichert. Hierzu gehören Girokonten, Kredite und Leasingverträge, Ratenkäufe bei Versandhäusern oder auch Telefon- und Handyverträge. Wird ein entsprechender Vertrag abgeschlossen, wird dieser in der Schufa-Datei vermerkt, wozu der jeweilige Vertragspartner die Daten an die Schufa übermittelt. In aller Regel fragen Banken die Schufa-Datei vor der Genehmigung eines Kredites ab und je nach dem, welche Einträge darin vermerkt sind, kommt es zu einer Zu- oder einer Absage. Dass sich die Banken an der Schufa orientieren, hat folgende Gründe.

 

1.)Schutz vor Verlusten. Wenn eine Bank die Schufa-Datei abfragt, tut sie es weniger deshalb, weil sie den Kunden vor einer Überschuldung schützen möchte, als vielmehr, um das eigene Risiko von Verlusten zu minimieren. Verständlicherweise möchten Kreditgeber sicherstellen, dass sie ihr Geld auch wieder zurückerhalten. Bestehen jedoch bereits umfangreiche Zahlungsverpflichtungen, ist es fraglich, ob sich eine Bank in die Reihe der Gläubiger einreihen möchte.

 

2.)Auskunft über das bisherige Zahlungsverhalten. Die Schufa-Datei zeigt nicht nur auf, ob bereits Kredite bestehen, sondern auch, ob diese vertragsgemäß bedient werden.

 

3.)Überprüfung der tatsächlichen Situation. Fragt eine Bank die Schufa ab, erhält sie zunächst nur brancheninterne Informationen, also nur Daten, die im Zusammenhang mit anderen Bankgeschäften stehen. Über andere Verträge, wie Handy- oder Telefonverträge werden keine Auskünfte weitergegeben und jemand, der einen Kredit beantragt, wird es vermeiden, über nichtbezahlte Rechnungen zu sprechen. Daher überprüft die Bank die Schufa, denn wenn beispielsweise ein Mahnverfahren in Folge von nichtbezahlten Rechnungen gegen den Antragssteller eingeleitet wurde oder ein Schuldnereintrag beim Amtsgericht vorliegt, erhält die Bank diese Information auch branchenübergreifend.  

 

4.)Bewertung der Kreditwürdigkeit. Anhand von statistischen Werten wird ein so genanntes Scoring vorgenommen. Das bedeutet, dass mittels persönlichen Daten und auch dem bisherige Zahlungsverhalten die Kreditwürdigkeit ermittelt und durch eine Punktezahl dargestellt wird. Je höher diese Punktezahl ist, desto höher ist die Kreditwürdigkeit des Antragsstellers.

 

5.)Kalkulation. Letztlich ist die Kreditwürdigkeit eines Antragsstellers ein wesentlicher Punkt bei der Kalkulation, denn je sicherer die Bank ist, dass sie ihr Geld ordnungsgemäß zurückerhält, desto bessere Konditionen kann sie dem Kunden anbieten.    

 
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